Newszurück zur Übersicht
10
Juli 2015
Durststrecke beendet, Karten neu verteilt
Der Anschluss ist geschafft. Der Spanier Xavi Forés ist mit einem Sieg auf dem Hungaroring in die zweite Halbzeit der SUPERBIKE*IDM gefahren. Der erste Triumph auf der Ducati 1199 Panigale R in diesem Jahr rückt das Unternehmen Titelverteidigung wieder in ein neues Licht. Die Rechnung ist trotz des derzeitigen Vorsprungs von Markus Reiterberger (BMW) wieder offen. 3C-Racing-Teamkollege Lorenzo Lanzi gab Forés in Ungarn in beiden Läufen Rückendeckung und wurde jeweils Dritter.

 

Auf dem 4381 Meter langen Hungaroring hatte Xavi Forés sofort das Gefühl, gewinnen zu können. Im Vorfeld hatte das 3C-Racing Team noch auf dem Pannoniaring getestet, um die Ducati 1199 Panigale R auf ein höheres Level zu bringen. Die Entscheidung, in den Rennen mit einer Hybrid-Variante anzutreten, fiel schnell. Das heißt: das Chassis von 2014 wurde mit der Elektronik von 2015 kombiniert. Forés und  Lanzi gingen mit identischem Material an den Start und zeigten ihr Potential schon in der Superpole, bei der die neun schnellsten Fahrer des gesamten Feldes in einer Zehn-Minuten-Session noch einmal gesondert um die vorderen Startplätze kämpfen. Forés gewann die Superpole zum ersten Mal in diesem Jahr. Er legte eine Rundenzeit von 1:47,579 min vor und war damit 0,010 sec schneller als Reiterberger. Lanzi wurde Dritter und sicherte sich damit ebenso einen Platz in der ersten Startreihe.

Im ersten Lauf bog Forés als Erster ins erste Eck und leistete lange Führungsarbeit, ehe sich Reiterberger nach zahlreichen Positionswechseln doch noch durchsetzen konnte. Im zweiten Lauf ließ Forés, der erneut in Führung ging, nichts mehr abrennen. Nach 15 Runden wurde er mit einem Vorsprung von 0,113 sec als Sieger abgewunken. Für den 29-jährigen und das ganze 3C-Racing-Team war es ein Befreiungsschlag.

Xavi Forés: „Der Test auf dem Pannoniaring hat wesentlich dazu beigetragen, um die Motorräder weiter nach vorn zu bringen. Ich habe mir einen harten Fight mit Markus Reiterberger geliefert, aber Zweiter zu werden wie im ersten Lauf, das ist nicht mein Ziel. Im zweiten Lauf habe ich Reiterberger zur Mitte passieren lassen, um seine Linie zu studieren, dann habe ich ihn wieder überholt. Ich wusste, dass er in den letzten zwei Runden erneut angreifen würde, doch diesmal ist seine Taktik nicht aufgegangen.“

Bis zum nächsten Rennen gönnt sich die SUPERBIKE*IDM eine kleine Pause. Vom 31. Juli bis zum 02. August geht es auf dem Schleizer Dreieck weiter. Auf der Naturrennstrecke werden die Läufe elf und zwölf von insgesamt 16 Rennen ausgetragen.